Rome: Fate of an Empire verbindet DeckbuildingDeck BuildingBeim „Deck Building“ wird das eigene Kartendeck während der Partie durch neue und meist stärkere Karten verbessert., Tableaubuilding und Ressourcenmanagement zu einer einzigartigen Solospielerfahrung. Ernte Rohstoffe, errichte Gebäude, erobere Territorien und erschaffe die mächtigste Stadt der Antike.
In diesem 1-Personen Spiel von Best with 1 Games versuchst Du als Anführer*in die positiven sowie negativen Eigenschaften Deiner gewählten Spielfigur bestmöglich einzusetzen um mit Deinem Einfluss besseren Handel zu treiben, Ruhmpunkte zu erhalten und Edikte erfüllen zu können bevor das Spiel endet.
Doch Vorsicht, an den Rändern der Provinz lauern Gefahren die Dich genau daran hindern wollen.
Rome: Fate of an Empire zur Zeit nur in englischer Sprache erhältlich.
Spielkonzept
Ein Standardspiel dauert 4 Runden und kann durch die Wahl der zu erfüllenden Edikte von Casual, Easy, Normal, Hard und Expert variiert werden. Der kurze Spielmodus unterscheidet sich nur in der Rundenzeit (3 Runden) und den etwas leichteren Anforderungen der Edikte. Eine Runde geht über mehrere Spielzüge die durch die Art Deines Deckeinsatzes bestimmt werden.
Für ein normales Standardspiel sind die auf der Spielschachtel angegebenen 90 Minuten durchaus einzuplanen. Für Deine Erstpartie solltest Du aber lieber ca zwei Stunden einkalkulieren (inklusive Auf- und Abbau).
Errichte die Provinz
Das Spielfeld besteht aus Territorienkarten die nach dem Mischen in einem 5×5 Raster ausgelegt werden, mit der Hauptstadt Deiner Provinz in der Mitte. Bereits hier entsteht ein gewisser Wiederspielreiz, da die Territorienkarten unterschiedlich sind. Auf manchen ist es möglich Handel mit Ressourcen zu treiben, andere lassen Dich auf Ihren Feldern Ressourcen ernten. Kurz um, die Lage der einzelnen Karten stellt Dich und Deinen gewählten Charakter (es gibt 6 Personen zur Auswahl, jede mit postiven sowie negativen Eigenschaften versehen) in jedem Spiel vor neue Herausforderungen. Gegnerische Einheiten werden in die nördlichste Reihe und an die Ränder bis zur Mitte des Rasters gelegt.

Von Feinden umringt
Auf Romulus Spuren
Die Aktionen Deiner Figur (es gibt 6 Personen zur Auswahl, jede mit positiven sowie negativen Eigenschaften versehen) steuerst Du über ein Kartendeck, welches Du über die Zeit weiter verbesserst. In jedem Zug hast Du fünf Karten auf der Hand. Mit Hilfe von verschiedenen Attributpunkten auf Deinen Karten kannst Du beispielsweise Gebäude in Deiner Provinz errichten, welche Dir Boni geben um Deinen Charakter weiter zu entwickeln. Oder Du entscheidest Dich dafür Deinen Charakter über den Spielplan zu bewegen und Handel zu treiben oder Ressourcen zu ernten. Auch kannst Du versuchen die nördlichen Regionen zu erobern und die feindlichen Stämme zu vertreiben was Deinen Goldvorrat erhöht um weitere Attributkarten auf dem Markt erwerben und Dein Deck verbessern zu können.

Augustus hilft uns bei Feinden und muss sich nicht auf einem Gebiet befinden um dort zu bauen. allerdings sind die Kosten ein Gebäude zu entwickeln (kaufen) um ein Gold erhöht
Manche Attributkarten sind dabei geteilt, der obere Teil ist die Basisaktion und gibt Dir immer nur ein paar Attributpunkte die Du verbrauchen kannst. Im unteren Teil jedoch befinden sich die „geboosteten“ Aktionen, mit deren Hilfe Du bessere Gebäude errichten, mächtige Feinde in die Flucht schlagen oder Dich auf dem Spielfeld weiter bewegen kannst. (Falls Du schon einmal das Spiel „Mage Knight“ gespielt hast, wirst Du Dich hier sofort heimisch fühlen).

Der obere Teil ist die Basis-Aktion, für den unteren Teil benötigen wir die entsprechenden Ressourcen

Diese können wir mit der Zeit beispielsweise über Handelsaktionen erwerben
Doch Obacht, gibst Du beispielsweise Dein Gold schneller aus als die Römer „Gallier“ sagen können, musst Du ein Darlehen aufnehmen. Das sorgt nicht nur dafür das Du wieder mit Gold versorgt bist, Du musst auch noch eine Darlehenskarte Deinem Deck hinzufügen welche dieses „verstopft“. Ziehst Du in einem Zug eine Darlehenskarte kannst Du sie direkt auf Deinen Ablagestapel legen, da Du sie für keine Aktion verwenden kannst. Du bestreitest Deinen Zug in diesem Fall nur mit vier Handkarten.
Desweiteren gibt es die sogenannten Konfliktkarten, diese erhältst Du wenn Du versuchst ein gegnerisches Territorium ohne genügend militärische Attributpunkte zu erobern. Auch diese haben in Deinem Deck keine Funktion sondern verstopfen es nur. Sollte außerdem der Fall eintreten das Du die letzte Darlehns oder Konflikkarte nehmen musst, verlierst Du das Spiel sofort.
Lieber ein Aquädukt oder doch Barracken für die Soldaten?
Kern des Spiels ist der Aufbau der Stadt durch Gebäudekarten.
In der Marktauslage sind immer fünf sogenannte Entwicklungskarten zum Kauf gegen Gold verfügbar. Kannst Du die Entwicklungskarte des Gebäudes Dein Eigen nennen hast Du nun die Möglichkeit durch die Ausgabe von Attributpunkten dieses Gebäude auf einer der ausliegenden Territorienkarten zu errichten (Die Eigenschaften der Territorienkarten werden hierdurch natürlich blockiert weshalb es stets zu überlegen gilt welches Feld bebaut werden soll).
Jedes Gebäude bringt Dir nicht nur Ruhmpunkte, es hilft Deiner Spielfigur auch sich weiter zu entwickeln. Durch einen Wachturm erhältst Du beispielsweise zwei Machtpunkte, je mehr Machtpunkte Deine Spielfigur hat, desto mehr Attributkarten kannst du pro Zug auf der Hand halten. Der Bau eines Aquäduktes verhilft Dir zu mehr Weisheit, wodurch Du Deinen Einfluss steigern kannst. Gebäude können auch wertvolle Ressourcen wie Eisen, Stein, Wasser oder Nahrung produzieren, die Du zum „boosten“ Deiner Attributkarten benötigst.

Der Aufbau schreitet voran
Memento mori!
Der Norden sowie die Ränder der Provinz sind gefährlich. Auf den jeweiligen Territorienkarten befindet sich eine gegnerische Truppe dessen Stärke Du nicht kennst. Bewegt sich Deine Spielfigur auf das daneben liegende Feld wird die Stärke der gegnerische Einheit enthüllt. Willst Du das Gebiet erschließen und bebaubar machen, musst Du diese Einheiten erst vertreiben.(Dafür nutzt Du die militärischen Aktionspunkte Deiner Attribukarten). Das bringt Dir, je nach Stärke der Einheit, nicht nur Ruhmpunkte, Rom belohnt Dich auch mit Gold. Scheitern führt jedoch zu Konflikten innerhalb des Reiches was dazu führt das Konfkliktkarten Dein Deck verstopfen.
Roma triumphat!
Für mich ist und bleibt Rome: Fate of an Empire eines der besten Solo-Spiele die es momentan auf dem Markt gibt. Der aus Mage Knight bekannte Mechanismus des Deckbuildings und Handkarteneinsatzes, dazu das variable Setting, die sechs auswählbaren Charaktere mit Ihren verschiedenen Stärken und Schwächen, die ständige Abwägung der strategischen Vorgehensweise und die verschiedenen Spielmodi mit ihren Herausforderungen machen das Paket für mich komplett. Das ist kein Spiel das man mal eben im Vorbeigehen spielt. Wie bei Mage Knight ist die richtige Planung entscheidend. Wie setze ich die Attributpunkte auf meinen Handkarten richtig ein, was kann ich eventuell in meinem nächsten Zug erreichen. Wo baue ich am besten welches Gebäude, wann setze ich meine gesammelten Ressourcen ein, wann versuche ich die nördlichen Gebiete zu erobern um genug Gold zu haben? Schon oft habe ich mir darüber das Hirn zermartert und freue mich jedesmal darauf es wieder zu tun.
So leicht und doch so schwer?
Selbst im einfachen Modus ist Rome:Fate of an Empire durch die zu erfüllenden Edikte knackig schwer gehalten. Wenn Du ein Spiel suchst das Du nach einem langen Arbeitstag „mal eben“ runterspielen kannst und bei dem Du nicht viel überlegen musst, solltest Du gegebenenfalls einen Bogen um Rome: Fate of an Empire machen. Obwohl es in der Größe einer Videokassettenschachtel daher kommt, ist Rome: Fate of an Empire für mich ein Schwergewicht unter den Solospielen.
Dadurch das das Spielfeld nur aus dem 5×5 Raster der Territorienkarten besteht, macht es gegebenenfalls Sinn eine rutschfeste Unterlage unter die Territorienkarten zu legen. Sobald du eine Gebäudekarte auf eine Territorienkarte legst musst Du ebenfalls damit rechnen die Karten öfters mal wieder zurecht zu rücken.
Noch ein Schluck Wasser mit einem Tropfen Milch, alter Junge?
Leider ein großes Manko: Rome: Fate of an Empire gibt es bislang nur in der englischen Sprachversion und eine deutsche Version scheint nirgendwo in Sicht zu sein. Persönlich finde ich dies mehr als Schade, zumal es sich sowohl in der Anleitung, als auch auf den Karten nicht gerade um die simpelste Form der englischen Sprache handelt und dies viele deutsche Solospielende abschrecken könnte.
Zur Zeit (Stand: August 2026) kostet die Print & Play Version beim Verlag Best with 1 Games $5. Die Dateien kommen als druckbare .pdf-Versionen, sowohl im amerikanischen Letter-, als auch im Din-A4 Format.
Die Deluxe-Ausgabe (bedruckte Holztoken, Dual-Layered Tableaus) befindet sich zur Zeit im Reprint und wird laut Verlag im vierten Quartal 2026 erwartet.


